Oekonomie

 

Geldschöpfung:

Ein Privileg noch zu Gunsten der Insider.

 1. Die Wachstumsillusion.

Man kann es biegen und drehen wie man will, – in den hochentwickelten Ländern werden langfristig proportional immer weniger Personen in der Arbeitswelt integriert. Verschiedene Faktoren sind dafür verantwortlich: der technologische Fortschritt, die Endlichkeit der Ressource, die räumliche Limitation durch die Überbevölkerung und das ökologische Nachhaltigkeitsbewusstsein der Bürger. Die Produktion der Realwirtschaft wird sich von der Skalierung des Gleichartigen, hin auf den Unterhalt und Qualitäts-Ersatz und zum Teil auf Rückbau des Bestehenden verlagern. Die grosse Frage wird sein; was geschieht mit der in der Zukunft immer grösseren werdenden Anzahl von nicht erwerbstätigen Personen, – wie verkraftet eine nicht mehr skalierend schnelle Wachstumsökonomie, sondern eine langsam sich drehende innovationsbedingte Ersatzökonomie diese Veränderungen? Auch die Finanzwirtschaft wird höchstwahrscheinlich durch den sich anbahnenden Mentalitätswandel, und eine dadurch sich ergebende natürliche Begrenzung der Anlagemöglichkeiten, seine Attraktivität an der Spekulation verlieren.

2. Die grosse Frage.

Was geschieht mit dem Unterhalt der immer grösseren Zahl von nicht, und in naher Zukunft nicht mehr Erwerbstätigen? Kann eine innovationsbedingte, wesentlich kleinere und viel längere Entwicklungszeit brauchende Ersatzökonomie, die zwangsgesparten Altersanlagen gewinnbringend absolvieren? – Ich bezweifle dies! –

3. Die systemkonforme Antwort.

Die bis jetzt gegebene Antwort von unkonventionellen Denkern lautet: «bedingungsloses Grundeinkommen für alle». Bei näheren Hinschauen aber, sind deren Gedanken immer noch konventionell. Denn auch für diese, stammen die Mittel für das bedingungslose Grundeinkommen, aus der bis heute gebräuchlichen Art Geld zu schöpfen, nämlich in Abhängigkeit der auf stetiges Wachstum trainierten Realwirtschaft, produzierten «Sachwerten» und den daraus direkt und indirekt abgeleiteten Dienstleistungen und fiskalischen Umverteilungs-Mechanismen. Schrumpft aber die Sachwertproduktion bedingt durch die Endlichkeit der Ressoursen von unserem Erdball, und der sich schnell durchsetzenden Digitalisierung der Produktionsabläufe sowie der daraus sich entwickelnden Sharing Economy. – Entsteht trotz hartnäckiger Relativierung der Mainstreammedien, ein makroökonomischer Trade-off in Bezug auf die immer grösseren Bevölkerungszahlen.

4. Das geldpolitische Paradoxon

Dieser Trade-off hat eindeutig auch Konsequenzen auf die momentan herrschende Geldschöpfungspraxis welche angeblich an den realwirtschaftlichen Output, alias «Wertschöpfung» gebunden ist. Verkleinert sich, aus Umweltschutzgründen, dieser quantitative Output, verkleinert sich auch die für diesen Output zuständigen Zahl der Arbeitsplätze. Infolgedessen verkleinern sich auch die Investitionsmöglichkeiten der zwangsersparten Pensionskassengelder welche auf Wachstum angewiesen sind.   Ob die oben erwähnte, sich anbahnende Ersatz-, und Sharingökonomie trotz höherer Wertschöpfung; – rein quantitativ,- die zahlenmässige Reduktion der Konsumgüterproduktion; zusätzlich noch gesteigert durch die Digitalisierung, die immer grösser werdende Geldschöpfungsnachfrage, verursacht durch die wachsende nicht im Arbeitsprozess integrierte Bevölkerungen kompensieren kann, ist mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit, nicht anzunehmen. Somit ist die Theorie des bedingungslosen Grundeinkommens, a priori noch nicht zu Ende gedacht. Die selbe Überlegung kann auf die Finanzwirtschaft angewendet werden, auch diese wird schrumpfen, weil letztendlich auch all die um die ganze Welt in Teilsekundentakt umherschwirrenden Finanzprodukte als Basiswert die Realwirtschaft haben; –  welche um es nochmals zu sagen,- auf der Grundlage des Ressourcenverbrauches unseres endlichen Planten beruhen. In diesem Zusammenhang kann auch die Idee der Microsteuer auf elektronische Finanztransaktionen gesehen werden, auf lange Sicht, wird auch diese, nicht in gleichen Tempo wie die Zahl der Nichterwerbstätigen wachsen. Kurz und Mittelfristig ist die Microsteuer aber ein exzellentes Mittel um die Steuerbürokratie mit ihrer staatlichen inszenierten Misstrauensmentalität gegenüber dem Bürger ein Riegel zu schieben. Und indirekt, endlich die Steuergerechtigkeit einführen.

5. Das Hamsterrad

Zurück zur Grundsatzfrage: Kann die Realwirtschaft unendlich weiterwachsen? Die Antwort ist eindeutig: Nein, da unser Planet endlich ist. Das Urproblem ist, dass grob geschätzt 90 Prozent der produzierten Konsumgüter und Dienstleistungen letztendlich der Motor jetziger Wirtschaftssysteme sind. Stockt der Kommerz mit dieser Ware, verlieren auch die Investitionsgüter ihren Wert. Das ist so weil diese 90 Prozent Konsumgüter von 90 Prozent Arbeitnehmer erschaffen und auch gleich einem Hamsterrad konsumiert werden muss, damit die Wirtschaft am Laufen bleibt. Und somit die Notwendigkeit nach Investitionsgüter für die Produktion der Konsumgüter und für die Beherbergung, Verwaltung, Ausbildung und Deslokation der arbeitenden Bevölkerung erzeugt. Dieser Dauerprozess der Konsumgüter- und Dienstleistungserstellung schafft für die restlichen 10 Prozent die Gelegenheit faktisch auf dem «Silbertablett» Investitionsgüter zu erstellen, oder in bereits bestehende zu investieren. Welche weit werterhaltender sind, als die Illusion der 90 Prozent des momentanen Besitzes von Konsumgütern, welche grösstenteils Tinnef sind, oder der Inanspruchnahme einer zeitlich beschränkten Dienstleistung.  Damit die Investitionsgüter Ihren Wert erhalten und steigern, darf der Konsumprozess nicht einfach stetig verlaufen, sondern, dieser muss stetig wachsen. Mit anderen Worten die Nachfrage nach Konsumgütern muss erstens durch eine kontinuierlich steigende Bevölkerungszahl; zweitens durch die geplante Obsolenz der Konsumgüter angeheizt werden, und drittens zusätzlich durch die Zentralbanken absichtlich herbeigeführte Inflation erpresst werden. Was in krasser Antagonie zur gleichbleibenden Grösse unseres Planeten und seinen Ressourcen steht. Dass unser Planet längst überbevölkert ist, verschweigen die Mainstreamökonomen vorsichtig, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass ihre Theorien nichts mehr taugen. Somit kann unser Wirtschaftssystem, meiner Ansicht nach, mit gutem Gewissen, als Schneeballsystem bezeichnet werden.

6. Geldschöpfung ohne Wertschöpfung

Das Volumen der Finanzwirtschaft übersteigt die Leistungsfähigkeit der Realwirtschaft um das X-fache. Das bedeutet faktisch, dass die Geldvermögen welche in der ganzen Welt hin und her geschoben werden, zum grossen Teil sogar in Millisekunden Takt, gar nicht durch reale Werte gedeckt sind. Da frägt man sich schon: Wo bleibt da die Inflation? Was ist los mit den Geldtheorien?

7. Die Doppelmoral

Warum schwatzen die Politiker, den 90 Prozent Lohnabhängigen ständig den Kopf voll: «Weil ihr immer älter und zahlreicher werden, müsst ihr länger arbeiten und produktiver werden, wenn ihr im gleichen Niveau wie bis anhin in Pension gehen wollt. Der AHV und den Pensionskassen gehe das Geld nämlich in Bälde aus. Damit dies nicht eintrete, müsse der Güteroutput zusätzlich durch höhere Arbeitnehmerzahlen vergrössert werden. Güteroutput der als Basiswert der notwendigen Geldmittel zur Deckung der zukünftigen Altersvorsoge dienen werden» Dies eben; weil gemäss der Mainstream-Theorie der Wert der Geldmittel im direkten Verhältnis zu den produzierten Gütern steht. Bei jeder Diskussion um das «wie Weiter» mit unseren Altersvorsogen, wird dieses Argument von den Konservativen und Liberalen Kräften, Mantra massig «aus Nichts kommt nichts» widerholt. Dass aber die Gelschöpfung ohne Wertschöpfung in der Finanzwirtschaft in dreihundertfach grösserem Ausmass von Statten geht, erwähnen diese nicht. – Wo bleibt da der Gegenwert? – Wo bleibt da das Vertrauen in unser Wirtschaftssystem? Warum glaubt die Bevölkerung weiterhin an den Wert des Geldes, wenn die Einen, nennen wir sie die Outsider, – weil sie den Durchblick nicht haben und absichtlich von der Mainsteampresse desinformiert werden, – vorgängig des Konsumierens mühselig Werte erarbeiten müssen und die Anderen, nennen wir sie die Insider, zum Konsumieren der gleichen Ware welche durch die Outsider geschaffen wurden, keine Werte schöpfen mussten. – Diese Geschichte ist doch schlecht erzählt. – Wo sind da die Bemessungsgrundlagen, dazu gibt es nur eine Geisteshaltung; nämlich die Empörung.

8. Die Fremdmanipulierten Altersvorsorgegelder

Um den Geldwert aufrecht zu erhalten, muss die Wirtschaft gemäss Lehre, gleich dem vorgängig erwähnten «Schneeballsystem», dauernd wachsen. Die durch das Zwangssparen der Arbeitnehmer akkumulierte enorme Geldsummen welche in Fonds (z.B. Black Rock und Weitere) durch die Welt, auf der Suche nach Rendite umhergeschoben werden, treiben die Vermögenspreise in die Höhe und überteuern somit die Aktienmärkte, welche lediglich den Insidern, zu Gute kommt. Damit setzten sie den ursprünglichen Zweck der Altersvorsorge der Outsider, also der arbeitenden Bevölkerung aufs Spiel; und entfernen diese immer mehr von der Möglichkeit selbst in Vermögenswerte zu investieren. Auch das durch die Zentralbanken seit der Finanzkrise emittierte «Billiggeld» fliesst nicht in die Realwirtschaft um Arbeitsplätze zu schaffen, sondern wird durch die Finanzinstitute für die Eigenspekulationen, indirekt auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung, missbraucht.  Gesteigert wird dieser Wachstumsprozess, durch die religiöse und konservative Indoktrinierung der Outsider, angeblich zum Wohle der Nation, sich wacker fortzupflanzen, -mit dem Ziel, den Outsidern die Zeit zum Nachdenken über ihr Sein zu minimieren.

9. Die Werte Illusion

Der achtsame Konsument hat schon längstens beachtet, dass 90 Prozent der weltweit angebotenen Konsumgüter, Tinnef ist, welcher in keinem logischen Verhältnis zum ausgeschriebenen Preis steht. Diese Preis Nützlichkeitsrelation tendiert je nach Art und Herkunft der Ware sowohl in den überbewerteten, sowie in den unterbewerteten Bereich. Weil die Konsumenten es satthaben, immer die gleiche Ware, mit formal belanglosen Unterschieden zu kaufen. Erfanden die Produzenten die geplante Obsolenz, das heisst die Erzeugnisse sind so konstruiert, dass diese nach einem Zeitraum nicht mehr funktionieren, und somit die Wirtschaftssubjekte „nötigen“ ein neues Erzeugnis zu kaufen. Weil aber 99% der arbeitenden Wirtschaftssubjekte nicht genügend verdienen, um ständig all die Ware kaufen können, kommt es zum Verlangsamung des Wachstums und die Realwirtschaft (Produzenten) sieht sich gezwungen ihren Output zu drosseln. Um diesem Prozess entgegen zu wirken, verlagern die Produzenten ihre Produktion in Billiglohnländer um den am Ort gebliebenen Outsider die Möglichkeit zu bieten weiterhin ihre, «nun billigeren» Produkte zu erwerben und somit denen indirekt die Illusion zu vermitteln sie hätten eine Lohnerhöhung erhalten.

 10. Die Irreführung

Weil unterdessen auch die oben erklärte Methode bei den Konsumenten nicht mehr ankommt, pumpen die Zentralbanken billiges Geld auf den Markt in der Hoffnung die Realwirtschaft würde dieses aufnehmen um weiterhin in die Produktion investieren. Was natürlich eine Selbsttäuschung ist, kein Unternehmer investiert, wenn er sieht, dass seine potentiellen Kunden, wegen der Globalisierung verursachtem Lohndumping, Outsourcing, Arbeitslosigkeit nicht genügend Geld in der Tasche haben. Zur Steigerung dieser Situation kommt hinzu, dass die Banken Angst haben der Realwirtschaft Kredite zu gewähren. Und dieses Billiggeld lieber selber zu Spekulationszwecken einsetzen; Welches zusammen mit den, durch die arbeitende Bevölkerung zwangsgespartem enormen Kapitalsummen, überteuern diese die Aktienkurse und Bodenpreise, von welchen letztlich nur eine äusserst kleine Bevölkerungsschicht profitiert. Der Rest der Bevölkerung hat trotz ihres zwangsgespartem Altersgeld immer weniger davon, wenn dem nicht so wäre, würden all die Altersvorsorgemodelle inklusive der AHV nicht am laufenden Band mit Negativ News aufwarten, und die Schuld der Demographischen Entwicklung zuschieben.

11. Ökonomie ist nicht Wissen

Die Ökonomie hat mit der Religion gemeinsam, dass es beim grössten Teil ihrer Aktivität nicht um Wissen, sondern um Glauben handelt. Im Laufe der Geschichte sowohl der Religionen sowie der Volkswirtschaft wurde immer wieder versucht die irrationalen Bedürfnisse der Menschen mit rationalen Argumenten oder Methoden zu rechtfertigen. Man erinnere sich z.B. unter anderen an Anselm von Canterbury welcher im Mittelalter sogar der erste Gottesbeweis erfunden hat, dann unter anderen auch an Rene Descartes welcher die Gottesbeweise Jahrhunderte später in abgeänderter Form wiederbelebt hat. – Das Gleiche passiert in der Volkswirtschaft, auch hier wurde zum Beispiel der Homo oeconomicus erfunden, auf dieser «rationalen» Annahme konnten die Gesetzmässigkeiten der Thermodynamik eingebaut werden, um sich Genauigkeit einzureden. Auch der Glaube an die Selbstregulierungsfähigkeit des Marktes, ist Wunschdenken. Ebenfalls der aktuelle Hype der Verhaltensökonomie wird, – höchst-wahrscheinlich bis sie soweit ist, Modelle aus den Experimenten zu formen, in der Hoffnung daraus rationale Strategien zu entwickeln, – durch die sich anbahnende rasante Entwicklung der Automatisierung, überrollt. In diese Gedanken reiht sich auch die Wertfrage ein. Der Glaube an den Wert, der von der Realwirtschaft und Finanzwirtschaft erzeugten Produkten: Konsumgüter, Dienstleistungen, Aktien, Finanzderivate, Kunsterzeugnisse, Freizeitbeschäftigungen und nicht zuletzt des Buchgeldes: Diese werden, vorläufig noch in den hochentwickelten Ländern, bereits von Grund auf in Frage gestellt. –

12. Die verdrängte Realität

Wenn wir Menschen ehrlich sind, wissen wir, dass das skalierende Wachstum der Realwirtschaft nicht weiter ins Unendliche wachsen kann. Technologisch haben wir bereits einen sehr hohen Entwicklungsstand, sozialökonomisch stecken wir aber immer noch im tiefsten Mittelalter. Zu jener Zeit liessen die Prinzen ihre Untertanen, gegenseitig sich die Köpfe einschlagen, wenn sie wirtschaftliche Schwierigkeiten hatten, um nachher wieder von vorne zu beginnen. Oder sie eliminierten die Bankiers, wenn diese ihr ausgeliehenes Geld zurückwollten. Bis heute hat sich an dieser Art des Wirtschaftens nichts geändert, ständig werden Feindschaften heraufbeschworen und Kriege auf der ganzen Welt angezettelt welche die Outsider im Namen der angeblichen Nation austragen müssen. Oder in einer subtileren Form, werden indirekt Wirtschaftsblasen hervorgerufen um diese dann, auch wieder auf Kosten der Outsider, platzen zu lassen. Das Schlimmste ist, dass diese Blasen, obgleich mit der vorhandenen Informationstechnologie diese vorherzusagen und somit a priori zu vermeiden möglich wäre. Heute dominiert die Finanzwirtschaft die Politik, es ist völlig egal ob links oder rechts, wichtig ist einzig, dass das Finanzsystem nicht angetastet wird. Die Main Stream Ökonomen sind in diesem System gefangen und nennen diese Störungen natürliche Zyklen.  – Da frägt man sich schon, für was denn all diese mathematischen Modelle nützlich sind, wenn doch jeder «homo oeconomicus» für sich oder im Verband weiter wurstelt wie seit jeher. Ein Beispiel, hier in der Schweiz ist längstens bekannt, dass sich eine Immobilienblase entwickelt, trotz diesem Wissensstand wird an jeder Ecke munter weitergebaut, die Gemeinden, landauf landab, erteilen weiter Baubewilligungen; in der Hoffnung, dass sie vor dem Diluvium noch schnell einen Platz auf der rettenden Arche ergattern werden.-Von Koordination zwischen Politik, Markteilnehmer und Investoren keine Spur. – Frage; woher kommt für diese Investitionen die Mittel? Antwort; von den zwangsersparten Vorsorgegeldern der 90 Prozent Outsider. Die Outsider werden also nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch vor und während der Pension fremdbestimmt. Aus den enormen Summen an zwangserspartem Fremdkapital, zockt sich die weltweite Finanzlobby eine goldige Nase ab, unabhängig der Performance dieser Anlagen. Und wenn es schiefgeht, wird nicht die Finanzlobby zur Kasse gebeten, sondern der kleine Mann. Das gravierendste Beispiel ist im Moment Griechenland. Aber auch hier in der Schweiz, geraten die AHV wie die 2. Säule aus dem Gleichgewicht. – Das Argument «länger arbeiten, höhere MwSt. » ist an sich schon eine Vogelstrauss Parole: Jeder weiss, dass ab 55 Jahre keiner mehr eingestellt wird, weil «zu teuer wegen den Pensionskassenbeiträgen und angeblich mit zu wenig aktualisiertem Fachwissen ausgestattet». Währendem die Insider, welche lediglich mit dem einmal im Leben erlernten BA Wissen, bis weit über 70, von einer fachfremden Institution zur anderen fachfremden Institution mit höchst Bezügen surfen können: Obwohl wir alle wissen, dass niemand unersetzbar ist! – Somit drängt sich folgende Konklusion auf: Solche Insider Privilegien sind Schweigegelder. Und da fängt die Arbeit der politisch nicht fremdmanipulierten NGO’s und empörten Journalisten an, solche, auch weltweite Tricksereien aufzudecken. Tricksereien notabene, welche von den durch die Insider beherrschten Mainstream Medien so lange nicht publizieren werden, bis diese in Vergessenheit geraten. Oder wenn es nicht anders geht, als Verschwörungstheorien abgetan werden. Systematisch wird in der Finanzindustrie die Intransparenz gepflegt. Falls die Forscher an Daten herankommen sind diese zensuriert (inkomplett) oder bereits veraltet. Also die Suchenden (Forscher) rennen der Finanzlobby ständig hinterher.

13.Die immer stärker in Erscheinung tretenden Widersprüche.

Auf der Metaebene liegt der natürliche Antagonismus zwischen der Endlichkeit unseres Planeten mit seinen natürlichen Ressourcen und der sich ständig vergrössernden Weltbevölkerung.

Dann auf einer tieferen strukturellen Ebene, ist es der Antagonismus zwischen dem auf ständiges Wachstum angewiesene Wirtschafssystem und der Endlichkeit der natürlichen Ressourcen.

Und auf der technischen Ebene ist es der Antagonismus zwischen dem technischen Fortschritt (Digitalisierung) und der sich dadurch anbahnenden immer höheren Arbeitslosigkeit mit der immer älter werdenden Bevölkerung.

14. Die mögliche Lösung liegt in der Glaubenswende zum Wert des Geldes und der Abschaffung des fremdbestimmten Zwangssparen

Und auf dem Wachstumsparadigma aufgebaute grundsätzlichste aller Probleme; – nämlich das Geldschöpfungssytem,-  mit seiner Abhängigkeit vom ständigen Wachstum der Realwirtschaft und letztendlich der Glauben an den Wert des Geldes in Funktion der Wachstumsquote des betreffenden Landes. Wie in Kapitel 2. (Die verdrängte Frage), bereits angedeutet, ist auch in der Schweiz das aktuelle Wirtschafts- und Rentensystem, mit den demografischen Veränderungen, – geschweige mit der bereits laufenden 4. Wirtschaftsrevolution sich anbahnende Massenarbeitslosigkeit, nicht mehr in den Griff zu kriegen. Falls unsere Gesellschaft nicht mehr gewillt ist, die bis heute angehäuften Wirtschaftsprobleme, weiter durch direkte oder indirekte kriegerische Handlungen aus dem Wege zu schaffen. Bleibt nur die radikale Kehrtwende in der Wertung des Geldes im weitesten Sinne offen: Nämlich dem Ersatz des kollektiven Zwangssparens durch die Verteilung eines anständigen Lebens sichernde Summe Fiat Geld an Rentner und Arbeitslosen. Damit wäre nämlich die leidige Demographie Debatte vom Tisch. Auch die Inflationsfrage wäre in Funktion der Zahl Lebenden und Verstobenen durch Emission bzw. Immission, unter Kontrolle. Dazu käme, dass dieses schuldenfreie Fiat Geld (im Gegensatz zur Nullzinspolitik) die Wirtschaft am Laufen hält. Auch der Wegfall, der Wirtschaftsoutput verteuernden progressiven Arbeitgeber- und Arbeitnehmer Beiträge in die Sozialwerke, fördert und erhält den Wirtschaftskreislauf und eliminiert ein für alle Mal die leidige Diskriminierung der älteren Arbeitnehmer. Die Anschlussfrage bleibt, was tun mit all den bis dahin zwangs angesparten Milliarden, welche die Weltwirtschaft lediglich in ein Casino verwandelt und die Investitionsgüter überteuert haben? – die Antwort lautet imperativ: Liquidieren.

P: S: alle Bilder sind aus dem Internet

Heinrich  O.  Matthias

 

2 Gedanken zu „Oekonomie

  1. Georg Bender

    Herr O. Matthias
    Auf der einen Seite schreiben Sie richtig, dass Geld aus dem Nichts unendlich, bedarfsgerecht geschöpft werden kann. Aber dann fabulieren Sie von der Geldschöpfung der Zentralbank, damit die Geschäftsbanken, ihre Eigengeschäfte tätigen können. Die Geschäftsbanken schöpfen das Geld mit Eigengeschäften, sie brauchen kein Geld von Dritten. Die Geldschöpfung der ZB (Vollgeld) dient einzig und alleine der Pseudo-Liquidität für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr! Hier funktioniert das Schneeballsystem, welches auf Knopfdruck für Krisen verwendet werden kann, wie 2007!
    Das Geld steckt im Produkt. Nur aus der Geldmengenerhöhung können Arbeitsplätze, Gewinne und Ersparnisse realisiert werden. Ausnahme Besitzumlage, freiwillig oder Verluste.
    Solange die Bedürfnisse der Bevölkerung, mit oder ohne Erwerbsarbeit abgedeckt werden können, ist ausreichend Kaufkraft vorhanden, wenn der Rückfluss über den Umsatz und nicht der Verknappung über die Lohnsumme dienen soll!
    Die Geldschöpfung darf niemals dem Delkredererisiko ausgesetzt werden. Warum die Rechtsnatur Aktiengesellschaft und Eigengeschäfte erlaubt wurden, muss der Idiotie aus der Fakultät Ökonomie zugeschrieben werden, welche die Mittelflussrechnung im Bankensystem, nicht spiegelverkehrt zu Nichtbanken verstehen können. Weltweit wird der Mittelfluss in den Geschäftsberichten, falsch dargestellt. Beschaffung = Aktiven, Verwendung = Passiven! Die Ökonomen können das Geldsystem gar nicht verstehen, andernfalls sie den Fehler längst behoben hätten. Der Zahler-Mythos als Leistung nach wirtschaftlicher Fähigkeit ist in der Verfassung als reiner Betrug verankert. Unterdrückung muss funktionieren! Die Pflichtanteile sind im Lohn einkalkuliert und wird im Umsatz abgebildet!
    Abrechnung zwischen Wirtschaft und Staat, fertig! Der Staat braucht keine Einkommen um die Gemeinwohlaufgaben zu erfüllen. Ihm muss das notwendige Geldvolumen von der Zentralbank schulden- und zinsfrei zur Verfügung gestellt werden. Der Rückfluss wird, wie heute, zur Preisstabilität zugeordnet. Wir sind keine Steuer- und Sozialzahler, nur Gelddrehscheibe!
    Meine Email-Adresse: georg p bender at hispeed p ch (p = Punkt). Ein Dialog würde mich interessieren.

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